Kapitel 4

Die Feststellung der Daten der 'Steinernen Himmelsscheibe' in Neusalza-Spremberg

  

Am 13. Mai 2011 wurde mit einfachen Mitteln der Deckstein vermessen. Dabei ergaben sich folgende Maße:

Horizontalumfang = 13,20 m Durchmesser annähernd: 13,2 : 3,1414 = 4,2 m Wichte Granit 2.1 g/ccm
Vertikalumfang Länge = 10,60 m
Durchmesser annähernd: 10,6 : 3,1414 = 3,374 m
Vertikalumfang Breite ("Taille") = 9,90 m Durchmesser annähernd:  9,9 : 3,1414 = 3,15 m
Mit der Kugelberechnung annähernd auf das mittlere Messergebnis 10,6 m und einer Wichte 2,0 g/ccm ergiebt 37,6 to
oder mit einer Art Überschlagsberechnung

Nun sind die Mathematiker aufgerufen
diese Berechnung exakt mathematisch auszuführen:
Den Stein in ein Badebecken legen und die Wasserverdrängung ermitteln, dann haben wir das genauere Gewicht.
d1 x d2 x d3 = 44,65 : 3,1414 = entspricht 29,85 to Gestein


   

Die In-Augenscheinnahme am 24.05.2011...



Bei der In-Augenscheinnahme und Vermessung der Sichtöffnungen, bzw. der Steinkluft waren zugegen:
Auf dem Bild von links nach rechts:
Dipl.-Hist. Lutz Mohr aus Greifswald, ehem. Neusalza-Spremberger und korresp. Mitglied der IGO Neusalza-Spremberg,
der Autor dieser Homepage und Langzeitbeobachter hinsichtlich astronomisch auffälliger Erscheinungen an der "Steinernen Himmelsscheibe",
der Vorsitzende der IGO (Interessengemeinschaft Ortsgeschichte), Günter Hensel und Dipl.Ing. Maik Krüger, Mitglied der IGO Neusalza-Spremberg.
Diese Gruppe bestätigte die bisheriger Beobachtungen und Benennungen, vor allem die Aussage 'Findlinge übereinandergetürmt' (also keine Gipfelklippe !), äußerlich von drei unterschiedlichen Blickpunkten beschaut, einem Ei gleichend (Fruchtbarkeitssymbol der Vorzeit), Funktionalität hinsichtlich Sonnenbeobachtung an besonders astronomisch bedeutsamen Tagen sowie das Bauprinzip als jungsteinzeitlicher Dolmen. (Die "Steinerne Himmelsscheibe" weicht von anderen steinzeitlichen Dolmen nur durch die beträchtliche Grösse des Decksteines auffällig ab:
Dolmen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und auf Rügen sind durch wesentlich kleinere Decksteine bekannt geworden). Weiterhin ist die steinfreie Ebene nordöstlich von der "Steinernen Himmelsscheibe" durch 6 Blocksteine in auffälliger Sechseck-Geometrie markiert, oder flächenbegrenzt worden, was wiederum menschlich bewußtes Tun vermuten läßt.
Der Dipl.-Hist. Lutz Mohr hatte bei Erreichen der Örtlichkeit den Eindruck, es könne sich hier im "Güttlerbüschl" auch um eine steinzeitliche Höhensiedlung handeln.
Schlußfolgerung:
Eine derartige, noch nicht gänzlich untersuchte aber vermutlich von Menschen in der Steinzeit errichtete Anlage bedarf des Schutzes als Flächendenkmal. Gleichgültig ob unter historischen oder landschaftlichen Aspekten.


Dokumentierung der Vermessung:

   

   

Die Steinkluft reicht 165 cm in die Tiefe, die hintere Wand ist 78 cm hoch und die lichte Breite ist zwischen 38 und 47 cm. Die Ausrichtung weist nach Südost und damit zum Sonnenaufgang zur Wintersonnenwende. Die Breite der Kluft engt die Lichtdurchgangswinkel ein und funktioniert dahingehend hauptsächlich als ein kanalisiertes Lichtloch zur Sommersonnenwende sowie zum Beltane und Lygnasad. Ein darin aufgehängtes Gazetuch zeigt die Funktionalität deutlich und weist auf den Lichtzielbereich hin. In allen diesen obigen Terminen ist die Beobachtung von einem 8 m entfernten Blockstein aus möglich, das Sommersonnwende-Lichtbündel streift über dem Peilstein bei 38 bis 65 cm Höhe hinweg.

zurück zur Startseite